Dan Richter - Lektüreblog
Die Erzählungen aus 1001 Nächten und anderes

Sonntag, 10. Februar 2008

138. Nacht

Sowohl Kân-mâ-kân als auch Kudija-Fakân wachsen zu schönen jungen Menschen heran, wie in beispielhaften Versen betont wird.
Kân-mâ-kân erdreistet sich auf einem Fest, ihre Schönheit zu loben und seine Liebe zu gestehen, nicht ohne dieses Bekenntnis in Verse zu kleiden:

Wann wird das Herz des Betrübten geheilt vom Schmerz des Fernseins?
Wann lächelt des Wiedersehen Mund? Wann hat die Trennung ein End?
O wüsste ich doch, ob ich je einmal eine Nacht verbringe
Nahe der Lieben, die selbst einen Teil meiner Qualen kennt!

Kudija-Fakân ist darüber empört und droht Kân-mâ-kân, dies dem Oberkammerherrn zu melden, der ja nun inzwischen Sultan von Bagdad und Chorasân ist.

Völlig unklar: 1. Wie ist denn deren Verhältnis, wenn die beiden doch eigentlich "vermählt" sind? 2. Wieso wird der jetzige Sultan immer noch "Oberkammerherr" genannt, ohne dass wir je seinen Namen erfahren?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen