Dan Richter - Lektüreblog
Die Erzählungen aus 1001 Nächten und anderes

Sonntag, 20. Juli 2008

212. Nacht - Gedenken

Regal Menschenrechte

Elftes Buch von rechts

Stefanie Endlich/Thomas Lutz: "Gedenken und Lernen an historischen Orten. Ein Wegweiser zu Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus in Berlin"

Erworben: ca. 1996
Status: Einzelnes nachgeschlagen.
Erster Satz: "'Topographie des Terrors' heißt die ständige Ausstellung auf dem ehemaligen Prinz-Albrecht-Gelände, dem Gestapo-Gelände neben dem Martin-Gropius-Bau in Kreuzberg."
Kommentar: Als Nachschlage-Taschenbuch sehr gut.

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König Schehrimân kehrt heim und lässt in Gedenken an seinen verschollenen Sohn

ein Gebäude errichten, das er "das Haus der Trauer" nannte.

Erst jetzt frage ich mich, wie Kamar ez-Zamân und Marzuwân fliehen konnten, da doch Chalidân ein Insel-Staat ist. Sie hätten doch ein Schiff gebraucht.

Kamar ez-Zamân wartet inzwischen sehnsüchtig auf das Schiff, das der Auskunft des Gärtners gemäß einmal jährlich ins Land der Muslime fahre. Eines Tages stolpert er und verletzt sich die Stirn, so dass sich das Blut mit seinen Tränen vermengt. Kurz darauf sieht er, wie sich zwei Vögel in einem Baum streiten. Der größere reißt dem kleineren den Kopf ab und fliegt davon. Den Leib des toten Vogels betrauern zwei andere Vögel.

Beide senkten ihre Flügel und Schnäbel über ihn, reckten ihre Hälse nach ihm aus und weinten.

Die aktuelle Forschung geht davon aus, dass es emotionalen Tränenerguss nur beim Menschen gibt.

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