Dan Richter - Lektüreblog
Die Erzählungen aus 1001 Nächten und anderes

Sonntag, 27. Juli 2008

230. Nacht

El-Amdschad erfährt, dass er sich in der Stadt der Magier befindet:

"Ihre Bewohner beten zum Feuer anstatt zum allmächtigen König."

Unklar, wer diese Auskunft erteilt, wenn doch alle Bewohner Magier sind. Erinnert an die lügenden Kreter.
Auch unklar: Ob es dieselbe Magier-Stadt ist, in der Kamar ez-Zamân als Gärtner arbeitete

Der Weg zur Ebenholzstadt, so erfährt er, ist

zu Land eine Reise von eine Jahr, zur See aber eine Fahrt von sechs Monaten.

Wieder diese seltsame Zeitverschiebung. Die Brüder waren doch lediglich ein paar Tage unterwegs.

El-Amdschad trifft auf einen muslimischen Schneider, der ihm anbietet, bei ihm zu wohnen.

Nun blieb der Prinz eine Reihe von Tagen bei ihm, während dieser ihn tröstete, ihm Mut zusprach und ihn im Schneiderhandwerk unterrichtete, bis er es gelernt hatte.

Dauert in Deutschland derzeit drei Jahre!

Eines Tages trifft er nach dem Bade

eine Frau von großer Schönheit und Zierlichkeit,

die ihn durch Verse anlockt. Er lockt sie zurück. Ebenfalls durch Verse, bis er schließlich zur Sache kommt:

"Willst du zu mir kommen, oder soll ich zu dir kommen?"

Diese Worte hörte ich 1992 zum ersten Mal.

Sie darauf:

"Die Männer haben den Vorrang vor den Frauen um dessen willen, was Allah den einen vor den anderen vorausgegeben hat."

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