Dan Richter - Lektüreblog
Die Erzählungen aus 1001 Nächten und anderes

Montag, 1. September 2008

258. Nacht - Kindergarten-Memories

Kinder aus meiner Kindergartengruppe, deren Familiennamen ich vergessen habe:

  • Dimi

  • Kerstin

  • Katrin

  • Dirk

  • René

  • Dörte

  • Björn

Da es nicht ein einziges Foto von ihnen gibt und ich auch sonst mit niemandem über diese Erinnerungen spreche, halte ich die Erinnerungsleistung trotzdem für beachtlich.

***

Der Kalif übergibt einem abessinischen Sklaven
ein Becken und eine Kanne aus Gold, ferner auch (...) fünfzig Lasten

im Wert von je 1.000 Dinaren, die er Alâ ed-Dîn überbringen möge, mit der Nachricht, er - der Sklave - sei von Alâ ed-Dîns Vater geschickt worden.
Auch der Vater Zubaidas und ihr Vetter gehen zu Alâ ed-Dîn, um nun die Scheidung endgültig vollstrecken zu lassen.
Alâ ed-Dîn wartet indessen sorgenvoll, und staunt nicht schlecht, als nicht nur sein Schwäher vor der Tür steht, sondern

ferner bemerkte er auch einen abessinischen Sklaven von dunkler Hautfarbe, doch von gefälligem Aussehen, der auf einer Mauleselin ritt.

Man beachte die Relativierung des allgegenwärtigen Rassismus.

Der von Harun er-Raschîd gefälschte Brief lässt Alâ ed-Dîn in dem Glauben, die Waren kämen von seinem Vater, der ihm aus der Not helfen wolle.
Der ursprüngliche Gatte der Lautnerin Zubaida ist verständlicherweise betrübt,

legte sich krank in seinem Hause nieder und starb, da er zu Tode verwundet war.

Das ist nicht nötig, wenn es einem gelingt, sein Herz zu öffnen. Es muss ja nicht gerade ein Bienenhaus anhörensein.

Man sollte meinen, nun sei für Zubaida und Alâ ed-Dîn alles gut, aber nun beginnen die Streitereien.

(Alâ ed-Din:) "Schau, jene lügnerischen Derwische haben uns ein Versprechen gegeben und es gebrochen."

Zubaida hält dagegen:

"Das Glück ist doch erst zu uns gekommen, als sie uns besuchten und sie legten uns doch jede Nacht hundert Dinare unter den Teppich."

Das Unter-den-Teppich-Legen ist natürlich nur denkbar, wenn der Gebetsteppich regelmäßig gereinigt wird. Der Kalif könnte somit die Frömmigkeit des Paares überprüfen, das die Spende eben nur entdeckt, wenn der Teppich gereinigt wird.

Am selben Abend erscheinen die "Derwische" und werden von Alâ ed-Dîn großmäulig begrüßt:

"Ah, willkommen, ihr Lügner! Tretet nur ein!"

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