Dan Richter - Lektüreblog
Die Erzählungen aus 1001 Nächten und anderes

Samstag, 22. November 2008

12.11.-13.11.06

So, 12.11.06

Per E-Mail Glückwünsche von YesAnd (automatisch generiert) und von Andreas.
Geburtstagsgeschenke bei der Familie sind hauptsächlich Gutscheine, die ich demnächst abarbeiten muss.
Micha und Volker gewinnen den Poetry Slam als Team.

Posts wieder asynchron. Dieser Eintrag im Blog erst am 13.11.
Jochens Gespräch mit der Mutter, die an psychomatischer Migräne leidet. Streckenweise wirkt es fast wie ein Selbstgespräch des besorgten, hypochondrischen Jochen mit seinem heiteren, gelassenen Alter Ego.

Albertine und Marcel unterwegs beim Kirchenbetrachten. Unterschiede im musikalischen, Gemeinsamkeiten im architektonischen Geschmack. J.S.: "Wie sich die Zeiten gleichen, der Mann klagt über den Musikgeschmack seiner Frau. Viel zu selten sucht man sich ja seine Partnerinnen nach ihrem Gebäudegeschmack aus." Überhaupt: Schnell die Gemeinsamkeiten entdecken und wertschätzen, die Unterschiede achten.
J.S./M.P.: >>"die Flaschen brachten wir zurück". Muß man in einem Roman erwähnen, daß man die Flaschen zurückgebracht hat?<< Auf der Suche nach "Müller haut uns raus", um ein ähnliches Detail zu finden, muss ich feststellen, dass ich das Buch verborgt habe, und ich weiß nicht, an wen.
Als Marcel zu Hause ankommt, "findet er sogar noch ein Telegramm von ihr vor, das sie von unterwegs geschrieben hat (Telegramm klingt auch besser als SMS)". Und Depesche klingt besser als Telegramm.

*

Mo, 13.11.06

Ich sortiere weiter großen Kram aus, den ich meinen Umzugshelfern nicht zumuten will. Schenke Tube meine Vermona-Orgel, die ich mal dem Kurzzeit-Keyboarder von Bolschoi Rabatz im Dezember 1989 für 200 Mark abgekauft habe. Stelle meine alte Liege bei Ebay ein. Die hatte noch meinem Vater gehört. Baujahr 1964(?). Habe von 1974 bis 1997 drauf geschlafen, womöglich bin ich darauf sogar gemacht worden. Jetzt muss sie weg. In den letzten Jahren stand sie als Feng-Shui-Black-Hole immer nur rum, wurde als Ablage und Gästebett benutzt. An ihrem Stöhnen würde ich sie aus Hunderten wiedererkennen.
Und wo ich mich schon bei Ebay rumtreibe, kaufe ich vier große Pizzateller (unbunt), in Erwartung angenehmer Pizza-Abende.
Nachdem wir das alte schließen mussten, stelle ich ein neues Enthusiasten-Gästebuch ein. Betreiber Webtropia. Aber schon bald gibt's wieder Spam und Webtropia wird von den fiesen Pop-Up-Blocker-Austricksern "Motigo" übernommen.
Steffi schreibt eine Szene.

Balkan-Black-Box-Festival. Jetzt, da er es darf, hat Jochen keine Lust, zu dem Thema zu schreiben. Sich zur verpflichteten Arbeit zu überwinden ist immer schwerer, so wie bei Tom Sawyers Zaun.

J.S.: "Immer öfter taucht bei Marcel der Wunsch auf, sich an die Arbeit zu machen, wobei nicht gesagt wird, was er unter Arbeit versteht. Aber man geht vielleicht nicht zu weit, wenn man vermutet, daß das Ergebnis dieser Arbeit am Ende das Buch sein soll, das wir in der Hand halten." Und das kommentiert das Obenstehende mehr als genug.

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