Dan Richter - Lektüreblog
Die Erzählungen aus 1001 Nächten und anderes

Dienstag, 20. April 2010

281. Nacht

Ich klicke 10 mal auf "Zufällige Seite" bei Wikipedia (der Trick ist, auch die scheinbar uninteressanten Seiten mitzulesen) und erfahre:

1. Das AK 725 ist ein doppelläufiges Geschütz, das in den Staaten des Warschauer Pakts verwendet wurde und sich durch eine hohe Kadenz - nämlich 200 Schuss pro Minute auszeichnet.

2. Bei einer Reklamation kann der Verkäufer (wenn AGB dem nicht entgegenstehen) wählen, ob er dem reklamierenden Käufer einen Umtausch, eine Reparatur, eine Wandlung (d.h. Geld zurück) oder eine Minderung gewährleistet.

3. In Rovinari, einer rumänischen Stadt im Kreis Gorj, ist die einzige Sehenswürdigkeit eine Holzkirche von 1840.

4. Der Name des Wasserlauf Kinchafoonee Creek in Georgia (USA) ist aus der Bezeichnung eines Nussknacker-Mörser aus Knochen in der Creek-Sprache abgeleitet.

5. Das Wappen der Tessiner Gemeinde Alto Malcantone zeigt ein goldenes Eichenblatt auf blauem Grund.

6. Einer der Forschungsschwerpunkte des in Deutschland lebenden schottischen Theologen Alexander Wedderburn war "Paulus und Jesus".

7. Der 1977 geborene Schauspieler Felix Rech spielte in Shakespeares "Romeo und Julia" den Mercutio.

8. Die deutsche Bezeichnung der tschechischen Kleinstadt Vroutek lautet Rudig.

9. Die dänische Sejlflod Kommune wurde 2007 mit anderen Kommunen zur neuen Aalborg Kommune zusammengelegt.

10. Der Thüringer SPD-Politiker Matthias Hey ist gelernter Drucker.

Erstaunlich - die Hälfte der Artikel in diesem Durchlauf geographische Bezeichnungen. 3 von 10 sind Persönlichkeiten.
In einem anderen von AK 725 ausgehenden Durchlauf treffe ich auf: Yak-Rassen, Heuristik, Wiesbaden-Westend, Nassauer Denkschrift, Conference, All About Eve, Mannō, Wittekindshof, Post Charlotte.

***

Ishâk el-Mausili verabschiedet sich und gelobt, über das Vorgefallene zu schweigen. Zu Hause

sprach ich das Frühgebet und legte mich nieder.

Den nächsten Tag verbringt er beim Kalifen el-Mamûn und abends setzt er sich hoffnungsvoll wieder in den Korb. Seine Hoffnungen werden nicht enttäuscht. Das Ganze wiederholt sich noch einmal, und das, obwohl am dritten Tag der Kalif ihn bittet, im Palast zu bleiben, solange er fort ist. Als er von der schönen Maid sich entfernt,

dachte ich daran, dass el-Mamûn mich sicher zur Rechenschaft ziehen würde; darum sagte ich zu ihr: "Ich sehe, du gehörst zu denen, die am Gesang ihre Freude haben. Nun habe ich einen Vetter, der ist schöner als ich von Angesicht, er genießt ein höheres Ansehen und hat eine feinere Bildung, und er kennt von allen Geschöpfen Alahs des Erhabenen den Ishâk am besten.

Sie willigt ein. Er geht heim.

Doch kaum war ich dort angekommen, so fielen die Abgesandten el-Mamûns über mich her und schleppten mich mit roher Gewalt fort.

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