Dan Richter - Lektüreblog
Die Erzählungen aus 1001 Nächten und anderes

Donnerstag, 26. August 2010

303. Nacht

Das Mittwochs-Futter


Frühstück. Seitenbacher Müsli mit Hafertrunk*, Galia-Melone* und Heidelbeeren*, 1 gekochtes Ei*, 0,3 Liter Kaffee*
* = Bio-Produkt


Ein Vollkorn-Mohnbrötchen mit Sojola-Margarine, Schokokrem*, Honig*, 1 Tablette LactAid
 


Ein Vollkornbrötchen mit Mandelcreme*, Sojola-Margarine, Brombeer-Konfitüre*


Ein Zusatzhaps Mandelcreme*


Ein Stück Lindt Edelbitter mild


0,3 Liter Leitungswasser


Ein 15-Zentimeter-Subway-Sandwich getoastet, Honey-Oat-Brot, Cheddar, Hähnchen, Salat, Gurke, Tomate, Zwiebel, Mexiko-Soße.  1 Tablette LactAid.
(Zum ersten Mal kapiert, woher das leicht eklige Aroma dieser eigentlich guten Klappstulle herrührt: Es ist das Packpapier. Es stinkt! Ich vermute eine Konspiration vom Packpapierlieferanten und McDonalds.)


Ein halber Liter Mineralwasser still.


Kaugummi Wrigley's Doublemint


Ein Cappuccino Grande laktosefrei, 1 Blaubeermuffin,  1 Tablette LactAid (man kann bei Muffins nie wissen).


Spaghetti* mit Auberginen*, Zwiebeln*, Tomaten*, Paprika*, Zucchini*, Hafer-Creme* und Ketchup, frische gelbe Tomaten*
0,6 Liter Weißwein Silvaner 2009, Janson Bernhard


2 Stück Lindt Edelbitter mild

0,6 Liter Leitungswasser

*

Abu Mohammed erkundigt sich auf dem Basar der Futterhändler nach dem Scherifen und bittet ihn, ihm seine Tochter zur Frau zu geben. Dieser zögert:

"Du hast weder Abkunft noch Adel." Da zog ich einen Beutel mit tausend Dinaren von rotem Golde hervor und sprach zu ihm: "Das ist meine Abkunft und mein Adel. Und er, dem Allah Segen und Heil spenden möge, hat selber gesagt: 'Der beste Adel ist der Reichtum.'

Einen Beleg dafür habe ich nicht gefunden.

Wie schön sagt doch auch der Dichter:

Kann jemand auch zwei Dirhems sein eigen nennen,
So werden seine Lippen manche Rede kennen.
Dann kommen die Genossen, lauschen seinen Worten;
Du siehst ihn bei dem Volk sich blähen allerorten.
Und hätte er das Geld, mit dem er großtut, nicht,
Du fändest bei den Menschen ihn als ärmsten Wicht.
Und wenn der Reiche auch in seinen Worten irrt,
So heißt es: Du sprichst wahr, du redest nicht verwirrt.
Doch spricht der Arme wahr, so ruft die Welt betört:
Du lügst! Und was er sagt, verhallet ungehört.
Ja, Dirhems geben hier auf Erden weit und breit
Den Männern Würde und das Kleid der Lieblichkeit.
Sie sind die Zunge dem, der feine Reden liebt;
Sie sind die Waffe dem, der sich zum Kampf begibt."

Auf Wunsch legt Abu Mohammed noch mal dreitausend drauf, und der Deal ist besiegelt:

"Nach zehn Tagen will ich dich zu ihr einführen."

Dankbar kehrt Abu Mohammed zum Affen zurück, der nun aber ein Anliegen hat: An der Rückwand des Schlafzimmers, einer Halle, befindet sich eine Kammer, darin eine Truhe mit vier Talismanen in Form von Fähnlein, ein Becken voll Gold und ein gefesselter Hahn. Diesen möge Abu Mohammed schlachten, die Fähnlein abschneiden und die Truhe umstoßen.

"Darauf gehe zu deiner jungen Gemahlin und nimm ihr das Mädchentum!"

Wenn Abu Mohammed das täte, würde der Affe ihm alle Wünsche erfüllen.
Abu Mohammed verfährt genau so, nur zur Entjungferung kommt es leider nicht, denn nach Hahnschlachtung wird das Mädchen von einem Mârid entführt - dem Ex-Affen, der durch diesen Talisman gebannt war.
Naheliegend, dass sein Schwiegervater nichts mehr mit Abu Mohammed zu tun haben will. Er wird verstoßen. Als er nun seiner Wege zieht, beobachtet er zwei gegeneinander kämpfende Schlangen - eine schwarze und eine weiße. Er hilft der weißen, welche flieht, ihre Kumpels holt und mit diesen der schwarzen Schlange den sagenumwobenen Garaus macht.
Am nächsten Morgen geben sich die weißen Schlangen als gläubige Dämonen zu erkennen.

 

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