Dan Richter - Lektüreblog
Die Erzählungen aus 1001 Nächten und anderes

Dienstag, 15. März 2011

320. Nacht

Zumurrud beschließt, die Volksküchentradition beizubehalten, und beim nächsten Neumond hält sie wieder eine Massenbeköstigung ab und erkennt dabei in der Menge Barsûm, den Christen, der sie damals raubte:

"Dies ist das erste Vorzeichen des Trostes und der Erfüllung meiner Wünsche!"

Barsûm greift nach einer etwas entfernt von ihm stehenden Schüssel mit süßem Reis, wofür man ihn tadelt:

"Wie kannst du deine Hände nach etwas ausstrecken, das fern von dir steht!"

Ausgerechnet ein Haschischesser nimmt ihn in Schutz. Es kommt zum Handgemenge, und die Zumurrud lässt ihn vor sich führen:

"Du da, Blauauge, wie heißt du? Und weshalb kommst du in unser Land?"

Sie betreibt etwas Schmu mit einer geomantischen Tafel und spricht:

"O du Hund, wie kannst du es wagen, Könige zu belügen? Bist du nicht ein Christ? Heißt du nicht Barsûm? Bist du nicht gekommen, um etwas zu suchen?"

Barsûm gesteht.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen