Dan Richter - Lektüreblog
Die Erzählungen aus 1001 Nächten und anderes

Montag, 4. Juli 2011

328. Nacht - 14.6.2011 - Falling With Grace

Auf dem empfehlenswertenBlog von Andrew Hammel finde ich einen Vergleich verschiedener Indikatoren zwischen Deutschland und den USA, der einem die Entscheidung erleichtern könnte, ob sich das Leben im jeweils anderen Land lohnt.

Mir fällt die Wahl doch überraschend leicht. (Mehr Ländervergleiche hier.)

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14.6.2011

Der Clown Paul de Bene übernimmt den Workshop, und ich gebe mir Mühe, mich auf das Thema einzulassen. "Walking is falling with grace." Silly walks ohne zu Grimassieren ist vielleicht das Beste in den sechs Stunden. Ansonsten doch viel Gerede über Dinge, die man schon weiß, und am Ende gar 1 Stunde Freeze Tags, was wohl ein bisschen wenig ist, wenn man die lange Reise und die Kosten für diese Workshops bedenkt.

Am Abend die erste Show. Wir werden in Trios zusammengewürfelt und haben jeweils ca. 7 Minuten Zeit. Das Thema Narr kann, muss aber nicht berührt werden. Ich spiele mit Devin und Laurel. Nach vier eher ruhigen Szenen scheint der Publikumsvorschlag "Tornado" wie eine Aufforderung, nun endlich mal Stoff zu geben. Die Szene fassen wir dann schön surreal auf.

 

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Bevor er Masrûr den Kopf abschlagen lässt, sendet er ihn doch lieber zur Tür, vor der

Ali ibn Mansûr, der Schalk aus Damaskus

wartet. Diesem befiehlt er, eine erlebte Geschichte zu erzählen, und Mansûr beginnt:

Der Sultan von Basra befahl Mansûr einmal, mit ihm auf Jagd zu gehen, und da er das erste Mal in Bagdad weilte, ging Mansûr auf einen Spaziergang durch die Stadt.

Kenner ahnen, was solchen Spaziergängern in den 1001 Nächten in der Regel widerfährt: Er trifft auf ein Haus mit einem zu Spielchen bereiten Mädchen.

Und richtig: Aus einem schönen Haus dringt die Gesangsstimme einer schönen Maid,

die erstrahlte wie der Mond, wenn er in der vierzehnten Nacht am Himmel thront; sie hatte zusammengewachsene Brauen und Augen, die versonnen schauen; ihre Brüste waren wie zwei Granatäpfel gepaart, ihre Lippen wie zwei Chrysanthemen zart; ihr Mund schien Salomos Siegel zu sein, und ihrer Zähne Reihn raubten Sängern und Erzählern den Verstand, so wie ein Dichter für sie Worte fand. (...)

Mansûr dringt in das Haus mit der Entschuldigung ein, er habe Durst.

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